Die WAN-Technik - X.25 Paketvermittlung

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X.25 Paketvermittlung

X.25 (packet switching network) ist ein Standard für verbindungsorientierte paketvermittelnde Datennetze und deckt 3 OSI-Schichten ab:

1 = (Bitübertragungsschicht),
2 = (Sicherungsschicht),
3 = (Vermittlungsschicht).

Noch heute sind X.25-Netze global verbreitet und unter der Bezeichnung Datex-P (Data Exchange-Paketvermittlung) in Deutschland bekannt. Man findet diese noch bei Online-Transaktionen, auf Basis von X.25, zwischen Electronic-Cash-Bezahlsysteme, Kassensystemen und Rechenzentren.

Um ein bereits veraltetes X.25 Netzwerk herzustellen, reichen vieradrige Telefonstrecken aus, um damit eine Datenübertragungsrate von 9600bit/s zu betreiben. Des Weiteren benötigt man eine DÜE (Daten-Übertragungs-Einrichtung) oder bei Datex-P eine DNAE (Daten-Netz-Abschluss-Einrichtung) oder einen ISDN-Anschluss.
In den Schwellenländern und in der Dritten Welt wird noch immer diese Technologie verwendet.

Vorgang

Wurde eine Verbindung zwischen zwei Kommunikationsstationen aufgebaut, besteht eine virtuelle Verbindung, von der es wiederum zwei Arten gibt:

  1. PVC (PERMANENTE VIRTUELLE CIRCUIT) Wie bei einer Standleitung, werden diese dauerhaften Verbindungsarten (statische Route) vom Betreiber des Netzes fest zwischen zwei Endpunkten (Punkt zu Punkt oder Punkt zu Mehrpunkt) eingerichtet.

  2. SVC (SWITCHED VIRTUAL CIRCUIT)
    Wie bei einer Wählverbindung, wird bei Bedarf diese virtuelle Verbindung vom Anwender durch einen Wählvorgang hergestellt. Die Verbindung besteht nur solange, bis einer der beiden Anwender die Verbindung wieder trennt.

Empfängt ein Datenvermittlungsknoten ein Datenpaket, wird zuerst der Rahmen entfernt, damit der Header gelesen werden kann. Ebenso wird aus der Routingtabelle entnommen, wohin das Datenpaket versendet werden soll. Der Datenvermittlungsknoten erstellt um das Datenpaket einen neuen Rahmen und schickt es weiter auf die Reise, bis das gewünschte Ziel erreicht ist.
Diesen Vorgang wird das Datenpaket auf dem Weg zum Ziel mehrfach durchleben. 

Sonstiges

  • Besonders Steuerungspakete sorgen für einen reibungslosen Verbindungsaufbau und Verbindungsabbau.
  • Alle durchnummerierten Datenpakete werden nach dem Prinzip Sliding Window übertragen.
  • Das empfangende System quittiert jedes angekommene Datenpaket.

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